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Transformation-Blog Oktober 23: Zuversicht

«Mit Ruhe, im Vertrauen und einem ganzheitlichen Blick auf die Komplexität der unterschiedlichsten Situationen, begleite ich Menschen, Gemeinschaften und Organisationen auf dem Weg ins Handeln, damit die sozial-ökologische Transformation gelingen kann.», Ivo Hutzli Ja - so bin ich momentan unterwegs. Auch offen für das Unerwartete, das vielleicht eintreffen kann. Die französische Philosophin Corine Pelluchon beschreibt dies als Zuversicht: "Wir müssen lernen, es zuzulassen, von unseren vorgefassten Ideen abzuweichen. So öffnen wir uns für das Unerwartete". (Höre auch SRF-Sendung "Sternstunde Philosophie" vom 3.9.23) Ich bin sehr dankbar, auf diesem Weg immer wieder wundervolle Begegnungen zu ermöglichen und selber erleben zu dürfen. So auch gestern (4.10.) in Hofstatt bei der Familie Burri: Ich initiierte und finanzierte im Rahmen meiner Prozessbegleitung des Hofes einen Intenstiv-Workshop rund um das Thema KeyLine-Design. Mit dabei Profis rund ums Thema Wassermanagement. Aber mehr dazu weiter unten. Das Thema Wasser lässt mich nicht los und das ist auch gut so, denn es gibt viel zu tun und kostbares Wissen zu teilen. Das machen auch Stefan Schwarzer und Ute Scheub in ihrem Buch "Aufbäumen gegen die Dürre", welches ich euch wärmstens empfehlen kann (siehe unten). Lasst euch also inspirieren durch erste Infos aus dem Projekt in Hofstatt, einem kleinen Einblick ins Buch "Aufbäumen gegen die Dürre" und dem wunderbaren Video "Water Song". Herzliche Grüsse Ivo

 

Aktuell Stärkung des Wasserkreislaufes für Weideflächen in der Bergzone 2 Beim Hof Ellbach handelt es sich um einen Demeterbetrieb mit Mutter- und Ammengebundener Milchwirtschaft, einer kleinen Schweinezucht, sowie zwei Schottischen Hochlandrinder, ein paar Hühner, Hochstammbäume, Urdinkel und wenig Gemüse. Total sind es 26,5 ha Landwirtschaftliche Nutzfläche. Hofstatt liegt in einem Seitental in Luthern (Napfgebiet) auf 740 m.ü.M.


Der Klimawandel ist bereits spürbar. Denn schon jetzt zeigen sich auf dem Hof in Hofstatt folgende Herausforderungen immer deutlicher: •Hitzeperioden •Hitzestress bei Pflanzen und Tieren •Starkniederschlag-Ereignisse •Wasser- und Winderosion

Das Wasser ist Ursprung und Träger allen Lebens und nährt alles Lebendige auf der Erde. Entsprechend achtsam und sorgsam möchte die Familie mit dem Element Wasser umgehen. Mit dem Projekt wollen wir, u.a. den natürlichen Wasserkreislauf auf den gesamten Wiesen- und Weideflächen (15 ha) stärken und damit eine Umgebung schaffen, die auch für die nächsten Generationen ein lebenswerter Ort sein kann. Wir planen auf den ganzen Weideflächen ein Wassermanagementsystem, welches auf den KeyLine-Design Planungsgrundlagen basiert. Ergänzend dazu integrieren wir ein Agroforstsystem, das die positiven Effekte auf den Wasserhaushalt unterstützt und gleichzeitig eine grosse Vielfalt an Lebensmitteln für Mensch, Werthölzer und zusätzlich Nahrung für die Kühe hervorbringen soll.


Mit Katja Degonda (ondaka.ch) und Jodok Hunziker (Aquaplant) konnten wir zwei KeyLine-Design und Wassermanagement-Profis für einen Intensiv-Workshop engagieren. Im Fokus stand, die Situation vor Ort detaillierter zu erkunden, um damit Planungsgrundlagen für erste Umsetzungen zu schaffen.



Durch die erfolgreiche Finanzierung dieser ersten Projektschritte, war es mir ein Anliegen, an diesem Intensiv-Workshop auch gleich weitere Betriebsleiter:innen teilhaben zu lassen. So waren auch zwei Betriebe mit dabei, welche ich zurzeit ebenfalls begleite und zusätzlich ein mir nahestehender Betrieb aus der Region Langenthal.



Die Vernetzung von Profis ist mir ein grosses Anliegen und wo immer möglich, möchte ich solche wertvollen Begegnungen ermöglichen können. Bei Fragen zum Projekt, darfst du dich gerne bei mir melden! Nächste Projektfortschritte werde ich hier weiterhin gerne teilen.


 

Buchtip Aufbäumen gegen die Dürre Alle reden von CO2, dabei sind Dürren, Hitze und Fluten auch Folge veränderter Landschaften: Asphalt heizt sich stärker auf als ein Wald, trockengelegte Moore kühlen nicht mehr, Regen wird ohne aufsaugende Böden zur Sturzflut.

«Wir müssen das Wasser wieder in der Landschaft halten», sagt Stefan Schwarzer. Funktionierende Wasserkreisläufe schützen vor den Auswirkungen des Klimawandels und wirken diesen entgegen – vor Ort umsetzbar, ohne dass man darauf warten muss, dass die nächste Klimakonferenz endlich Ergebnisse bringt. Begrünte Städte, Aufforstung, regenerative Landwirtschaft – die Lösungsansätze sind da, und sie wirken direkt vor Ort. Das Autorenteam nimmt uns mit zu innovativen Landwirt*innen, in zukunftsfähige Wälder und in Metropolen, die das Wasser wie Schwämme speichern wollen, statt es in die Kanalisation zu leiten. Ein Buch, das zum Nachmachen inspiriert und Mut macht zur Überwindung der Klimakrise.

 

Video Water Song Diese Zeremonie wurde am Atitlan-See, Guatemala, am Jahrestag von Fukushima mit dem Maya-Ältesten Tata Pedro gefilmt, um das Wasser des Planeten zu heilen. Singen der von Masaru Emoto vorgeschriebenen Großen Invokation zur Reinigung des Wassers.





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